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Über das Programm "Schwärzer die Lieder nie klingen..." Beim Rausgehen unterhält sich ein mittelaltes Ehepaar über den Mann am Klavier. Wenn Konstantin Schmidt auf die Bühne kommt - ganz in Weiß, mit wehenden Frackschößen, Zylinder, roter Bauchbinde und Fliege - wirkt er wie der Traum aller Schwiegermütter. Blendend. Ein Mann, dessen Strahlen so perfekt ist wie sein Gebiss. Doch dahinter verbergen sich Kreisler'sche, rabenschwarze Abgründe. (...)" Die Kreisler'schen Abgründe, die irgendwo zwischen dem Orchestergraben (wo der Mann mit dem Triangel ein tristes Dasein fristet) und dem ehelichen Mord in der schönen, blauen Donau liegen, und die immer wieder ins Urkomische kippen, präsentiert Schmidt mal mit schneidender, mal mit schnurrender, mal mit keckernder Stimme. Oberkörper und Gesicht hat er dem Publikum zugewandt, mit Händen und Füßen bearbeitet er das Piano. Das tut er so mühelos und souverän, mit so netter Miene, dass man ihm den Wiener Schmäh ("Wie schön wäre Wien ohne Wiener") jederzeit abnimmt. (...) " Reutlinger Generalanzeiger, 11.11.2000 |